In den frühen Morgenstunden des 20. Novembers wurde eine der Stadt
gehörende Fläche an der Buschweide, direkt am Ernst-August-Kanal
gelegen, von BauwagenbewohnerInnen und UnterstützerInnen besetzt.
Bereits nach einigen Stunden wurde klar, dass die Stadt sich auf
keinen Deal mit den BesetzerInnen einlassen will. Eine drohende
Räumung durch die Polizei stand somit unittelbar bevor. Um die
Situation nicht unnötig zu eskalieren verliessen die
BauwagenbewohnerInnen freiwillig den Platz und zogen um auf eine
Fläche am Veringkanal bei den interkulturellen Gärten. Hier werden sie
bis Montag geduldet, ohne das bisher klar ist wie es danach weiter
geht und ob eine politische Lösung des Konflikts von der Stadt gewollt
ist.
Im Land der iba und der igs, in dem das Wohnen und Leben in der
Zukunft dargestellt werden soll, haben Wagenplätze anscheinend keinen
Platz. Seit der Schwarz-Schill Senat sich auf die Fahnen geschrieben
hatte alle Bauwagenplätze in der Stadt zu beseitigen, und mit den
Protesten nach der Räumung der Bambule innenpolitisch unter starken
Druck geriet, sind keine neuen Flächen mehr bereitgestellt worden.
Aber die Wägen und ihre BewohnerInnen bleiben.
Der AKU unterstützt die Forderung nach neuen Plätzen für Bauwägen und
einer Vielfalt von selbstgewählten Wohn- und Lebensformen in
Wilhelmsburg und Hamburg. Das hier eine Abwägung mit anderen, z.B.
ökologischen, Interessen stattfinden muss ist selbstredend, stellt
aber kein generelles Gegenargument dar.
Wir fordern, dass die Stadt sich eines besseren besinnt und ab Montag
in ernsthafte Verhandlungen mit den BewohnerInnen tritt und, auch im
eigenen Interesse, eine politische Lösung des Konflikts sucht. Der AKU
würde einen Wagenplatz auf der Insel begrüssen! Auch in iba-Land
sollte es möglich sein anders zu wohnen, ohne dadurch zum Vehikel und
Objekt dieser selbst zu werden.
Mehr Informationen unter:
zomia.blogsport.eu
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